Sheila Chandra |
Von Mondgesängen und Monsunregen |
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Vom Pop-Star zur ernsten Weltmusikerin. Oder kommerziellen Verzicht üben zu Gunsten musikalischer Weltoffenheit. Noch anders formuliert: Sheila Chandra ist zu gut für ein allzu breites Publikum. |
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"Roots and Wings" "Zen Kiss" "Moonsung"
Im Jahre 1996 erschien das Album "ABoneCroneDrone". Ein
musikalisches Prinzip Sheilas, "the drone" wird hier zum
Leitmotiv erhoben. "When you set up a structure like a drone, not only do you set up a cyclic "Moonsung - a Real World Retrospective" (1999) ist eine Compilation ihrer Songs, die sie mit dem Label RealWorld aufgenommen hatte. Damit ist auch ein erster Überblick über Sheila's Werk bis dahin gegeben. Die aktuelle CD aus dem Jahre 2001 heißt "This Sentence is true (The previous Sentence is false)" mit dem Ganges Orchestra. |
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Sheila wurde 1965 in London / England als Kind indischer Einwanderer geboren. Ihren musikalischen Erfolg verdankte sie zunächst einem Zufall: Ihre Schule nahm mit ihr ein Demoband auf, das in die Hände des britischen Produzenten und Songwriters Steve Coe gelangte. Coe suchte gerade Musiker für die Gruppe Monsoon - mit dem Ziel, englische Pop-Musik mit indischen Elementen zu vereinen. Sheila kam also zum rechten Augenblick. Schon kurze Zeit später erreichte die erste Single der Gruppe "Ever so Lonely" die englischen Top-Ten. Das war 1982. So war Sheila bereits mit 17 Jahren in Britannien ein gefeierter Pop-Star. Missstimmigkeiten brachten die Gruppe auseinander.
Sheila widmete sich dem Danach machte sie Pause; es war ein fünf Jahre anhaltender kreativer Rückzug den sie "Sabbatical" nennt. 1989 schließlich veröffentlichte sie ihr fünftes Album: "Roots and Wings", eine eigenwillige Mischung musikalischer Stilelemente aus unterschiedlichen Kulturkreisen: Indische Instrumentierung begleiten keltischen Gesang, der sich wiederum in ungewohnter Weise in eine völlig andere Richtung, z. B. einer arabisch-byzantinischen Weise weiterspinnt. "Weaving my Anchestors Voices" (1992) - die Stimmen meiner Vorfahren miteinander verweben: Für Sheila Chandra ist dies ein Bekenntnis zu ihrem universellen Erbe, der Öffnung zu vielen/allen Kulturen. Interessant: "Speaking in tongues", das Thema der (babylonischen?) Sprachvielfalt, das Sheila auf dieser Platte erstmalig in zwei Versionen anbietet und in ihren weiteren Platten verfolgen, verfeinern wird. Noch weiter gesponnen ist das Netz der musikalischen Akzente in "Zen Kiss" aus dem Jahre 1994, in dem sie zeitgenössische World-Music-Elemente mit der Interpretation spiritueller / meditativer Lieder verbindet, die man atmosphärisch in die Nähe von Hildegard von Bingen einordnen kann. Da ist zum Beispiel der Song "Abess Hildegard", eine Widmung an jene mittelalterliche Nonne aus deutschem Lande. |
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Links Wichtig - offizieller Link - ihre eigene, sehr schöne
und informative Website: Ansprechende Seite aus Island: http://www.islandia.is/~arnorg/chandra |
Fazit:Musik für Reisende. Ausgezeichnete Interpretationen voller Überraschungen ohne billige Effekthaschereien. She's a trip! |
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