Dee Dee Bridgewater

Sie ist zweifelsohne eine der größten Sängerinnen des Jazz: Beeinflusst von Ella Fitzgerald, aber dem modernen Jazz, vor allem auch dem hochkomplizierten Bebop verhaftet. Anspruchsvoll, perfektionistisch, auf der Bühne ein Vulkan (ich kann es beschwören, denn ich habe sie mehrere Male live gesehen). 

Biografie

Dee Dee Bridgewater wurde 1950 in Memphis, Tennessee, geboren. Damals feierten Ihre Vorbilder Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan und Dinah Washington triumphale Erfolge. Ihr Vater, Matthew Garrett, war Trompeter und Musiklehrer an der Manassas High School in Memphis. Er spielte im Orchester von Dinah Washington. Insofern kam Dee Dee's Interesse an Musik hauptsächlich von ihrem Vater. Sie begann ihre Gesangskarriere in den Clubs von Clinton, Michigan, und bereits mit 16 sang sie mit einem professionellen Rhythm'n Blues-Trio. Entdeckt wurde sie im Jahre 1969 von John Garvey, dem Bandleader der University Jazz Band von der University of Illinois. Er nahm sie mit auf Tournee. Im folgenden Jahr traf sie ihren ersten Ehemann, Cecil Bridgewaterder, er auch heute noch viele ihrer Arrangements schreibt. Als dieser von Horace Silver eine Anstellung bekam, zog das Paar nach New York City.

Ihe Durchbruch kam 1971 mit dem Thad Jones-Mel Lewis Orchestra, bei dem sie 4 Jahre blieb. Aber auch andere berühmte Jazz-Musiker würdigten ihr Talent. Mit Max Roach führte sie die Freedom Now Suite, einem legendären sinfonischen Werk gegen die Unterdrückung der Schwarzen, in der New Yorker St.Peters's Church auf.


Discographie

Afro Blues (Trio records) 
Dee Dee Bridgewater (Atlantic) 
Just Family (Elektra) 
Bad for Me (Elektra) 
Dee Dee Bridgewater (Elektra) 
Live in Paris (Justine) 
Victim of Love (Polydor) 
Live in Montreux (Polydor) 
Keeping Tradition (Polygram Jazz) 
Love And Peace - A tribute to Horace Silver (Verve) 
Dear Ella 
Ray Brown - Christmas Songs 
Prelude To A Kiss - The Duke Ellington Album.
The Kurt Weill Album
J'ai deux amours


Es folgen Plattenaufnahmen mit Stanley Clarke (Children of Forever), Roland Kirk (Prepare Thyself to Deal with a Miracle), Frank Foster (The Loud Minority), Buddy Terry (Lean on Him) und Norman Connors (Love from the Sum).

1974 erschien sie in dem Musical "The Wiz". Ein Musical führte sie auch nach Paris, wo sie noch heute lebt. 1984 kam sie zur Aufführung von "Sophisticated Ladies" nach Frankreich. Zwei Jahre übernahm sie die Rolle der Billie Holiday in der Show "Lady Day" - zuerst in Paris, dann in London und Hamburg. Ihr erstes Album, das sie in Frankreich produzierte, war 1987 "Live in Paris". Damit begann eine ganz neue Karriere mit europäischem Publikum.


Links

Ihre offizielle Homepage 


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